Bis der erste Ton wieder klingt

Nach fast beendeter, erfolgreicher Sanierung für rund 30 Mio. Euro in 18 Monaten wären die Mitarbeiter:innen bereit für wissenschaftliche Kongresse, Aktionärshaupt-versammlungen oder auch ergreifende Gitarren-Soli. Doch das Team der Liederhalle in Stuttgart setzt zunächst eine ungewöhnlich(e) wichtige gesellschaftliche Aufgabe um.

Bereit. Geschäftig geht es derzeit zu im erneuerten Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle. Täglich kommen rund 3.000 Impfwillige ins Haus. Gegen Covid-19-Geimpfte verlassen glücklich das Veranstaltungshaus im Herzen der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt. Den Stammgästen unter ihnen ist sicherlich schon aufgefallen, wie sich der Kongressbereich der Liederhalle mit seinen vielfältigen Meeting-Räumen verändert hat.

Mit viel Liebe zum Detail ist das Konzert- und Kongresshaus für rund 30 Mio. Euro renoviert worden. Nötig gemacht haben die Arbeiten brandschutzrechtliche Verordnungen. Architekt Eberhard Becker von der Firma asp-Architekten in Stuttgart, hat die Aufgabe gerne übernommen: „Wir haben die Qualitäten der Liederhalle technisch, baulich und gestalterisch aufgenommen und verstärkt“. Praktisch übersetzt: Saniert worden sind der Brandschutz, die Gebäudeleit- und Netzwerk- sowie die Bühnen- und Veranstaltungstechnik, plus das Interieur.

Über den Köpfen der Besucher leuchten heute 4.500 LED-Lichter, die Decken im Foyer sind dunkelblau gestrichen. Vom aufgefrischten, und doch ruhigen, unaufgeregten Raumgefühl profitieren Aussteller, genauso wie Delegierte von Kongressen und Tagungen. „Die Atmosphäre im Raum hat sich durch das neue Design komplett gewandelt. Sie setzt den Fokus auf das Wesentliche, nämlich die menschlichen Begegnungen. Sei es beim Netzwerken in der Kaffeepause oder der Besuch am Messestand“, ist Katharina Bitterle, Stuttgart Convention Bureau, nach Ihrem Besuch überzeugt.

„Wir freuen uns bereits darauf, unseren Kunden das ,neue‘ Kongresszentrum präsentieren zu können“, sagt Norbert Hartmann, seit 16 Jahren Leiter des Kultur- und Kongresszentrums Liederhalle. Veranstaltungsplanern bietet das Haus viele praktische Neuerungen, darunter zusätzliche Räume, die per flexiblen Raumteilern als Arbeitsbereiche, Künstlergarderobe, Pausenraum, Lager etc. genutzt werden können. Gemeint ist der vergrößerte Backstage-Bereich des Hegel-Saals.

„Der komplette Kongressbereich ist seit Mitte Dezember 2020 bis voraussichtlich 31. Juli mit dem Zentralen Impfzentrum des Klinikums Stuttgart belegt“, berichtet Ellen Schmid, Marketingmitarbeiterin der Liederhalle. „Das ist zwar eine ungewohnte ,Veranstaltungsart‘ für uns, aber wie man an der Resonanz der Impfwilligen sieht, sind alle rundum zufrieden, wie das bei uns im Haus abläuft. Das freut uns natürlich sehr und spricht wiederum auch für unsere Flexibilität als Veranstaltungshaus. Und es ist sinnvoll genutzt!“.

So sehr die Situation ungewohnt ist für Norbert Hartmanns Team, so sehr stehen die Zeichen auf Neustart. Seit Kurzem ist Projektleiter Mathias Uteg als Stellvertreter für Petra Moda de Aguiar an Bord, die in Elternzeit ist. Hinzukommt im Herbst dann noch eine neue Auszubildende oder ein Auszubildender, die oder der das Team weiter verstärken wird.

Und das ist 2021 fast noch wichtiger. Für praktischen, virtuellen Raum ist ebenfalls gesorgt, hybride, Corona-konforme Events sind auch heute schon willkommen. Insgesamt sind seit dem Sanierungsstart im Juli 2019 rund 140 km Kabel neu verlegt worden. Diese versorgen die Gebäudeleitsysteme, die Bühnen-und Veranstaltungstechnik und bilden das Netzwerk, das die notwendige Bandbreite für alle Veranstaltungsformate bietet.

„Wir haben im Kultur-und Kongresszentrum Liederhalle jetzt die Voraussetzungen für umfangreiche Datenverwaltung und sicheres Datenmanagement geschaffen. Damit ist unser Haus gut für die Zukunft aufgestellt“, unterstreicht Martin Rau, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. Er sieht die Sanierung „als Investition in die Zukunft mit vielen nachhaltigen Lösungen, die auch für den wirtschaftlichen Betrieb relevant sind“.

Dass die Zukunft bereits begonnen hat, wissen die Liederhalle-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht erst seit dem Einzug des Impfzentrums. „Nach Ende der Pandemie wird der Kongress- und Tagungsbereich ein anderer sein, wir werden uns auf mehr digitale und/ oder hybride Veranstaltungen einstellen müssen“, prognostiziert Norbert Hartmann. Er ist sicher: „Wir müssen unsere Kunden mit Sicherheit mehr beraten und werden unseren Kunden alle möglichen Event-Formate aufzeigen. Eine spannende und reizvolle Aufgabe“.

Veranstaltungsprofi Hartmann plant, „das Haus voraussichtlich im Herbst/ Winter 2021 wieder komplett für Veranstaltungen öffnen zu können; nach Ende der Impfkampagne und nach ein paar notwendigen Restarbeiten“.

Für alle diejenigen, die das geballte Know-how des Liederhallen-Teams für ihr nächstes digitales oder hybrides Event nutzen möchten, gibt es passende Angebote auf der neu designten Website: Ihre Online-Konferenz als hybrides Event in der Liederhalle oder als kurzer Info-Film auf YouTube

Wer sich schon jetzt in der frisch sanierten Liederhalle umsehen möchte, kann sich von Leiter Hartmann persönlich führen lassen, bequem von zu Hause aus.

Norbert Hartmann und sein Team freuen sich darauf, wenn das Haus wieder mit Veranstaltungen gefüllt werden kann. Martin Rau und Ellen Schmid sind, stellvertretend für ihre Mitarbeitenden, unisono „optimistisch, dass wir diese Krise überstehen und unser Haus bald wieder mit großartigen Veranstaltungen gefüllt werden kann“.

Die für Ihren nahezu perfekten Klang international bekannten Konzertsäle ziehen jedes Jahr klassische und zeitgenössische Künstler an. Kongressplaner aus aller Welt schätzen für ihre Veranstaltung die Authentizität und Qualität des Ambientes, der Services und der Resonanz, die die Liederhalle Stuttgart bei ihren Delegierten hat.